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Grobe Fahrlässigkeit im Zuge eines Feuerschadens

Die grobe Fahrlässigkeit in der Feuerversicherung ist mittlerweile ein beliebter Ablehnungsgrund findiger Schadensreferenten und der Umstand häufig im Zusammenhang mit Brandschäden im Haushaltsbereich (Küche) zu finden.
Eine Vielzahl an Bränden entsteht, indem am eingeschalteten Herd aufgestellte Speisen (insbesondere Öle oder fette) eine Zeit lang unbeaufsichtigt bleiben und in weiterer Folge durch die enorme Erhitzung plötzlich Flammen schlagen. Allzu oft entstehen dadurch Küchen- oder sogar Hausbrände mit hohem Sachschaden. Von strafrechtlicher Seite her gesehen ist, wenn jemand eine gefährliche „Feuerstelle“ unbeaufsichtigt lässt, der Tatbestand § 170 StGB Fahrlässige Herbeiführung einer Feuerbrunst gegeben.

Wenn dieser Tatbestand vom Versicherungsnehmer selbst begangen wird, entfällt grundsätzlich auch gleichzeitig der Versicherungsschutz aus der Feuerversicherung (§ 61 VersVG).
Bei leichten Verstößen werden seitens des jeweiligen Strafgerichts zumeist auch Diversionen angeboten. Es empfiehlt sich diese anzunehmen, nicht zuletzt auch deshalb, um die weitere Schadensbearbeitung dementsprechend zu beschleunigen. In der Regel setzt die Schadenanerkenntnis des Versicherers so lange aus, bis die „Unbedenklichkeit“ gegenüber dem Versicherungsnehmer gegeben ist.
Wurde die grobe Fahrlässigkeit von einem nahen Verwandten (jemand der in der häuslichen Gemeinschaft lebt) des Versicherungsnehmers begangen, so besteht grundsätzlich Versicherungsschutz und sieht das VersVG (§ 67 Vers VG) in diesem Fall auch keinerlei Regressmöglichkeit für die jeweilige Versicherungsgesellschaft vor.

In solchen Fällen wird vonseiten der Versicherer auch im Grundbuch geprüft, ob diese als Mitbesitzer geführt sind. Ist dies der Fall, werden bekannterweise von der Versicherungsgesellschaft unter Berücksichtigung des Besitzanteiles prozentuelle Abzüge vorgenommen und in weiterer Folge die Versicherungsleistung entsprechen gekürzt.

Hierzu liegen keine Informationen bzw. Judikaturen vor, welche diese Kürzung der Leistung generell legitimieren würden.

Quelle: AssCompact September 2011, Steuern & Recht

Unser Tipp: Informieren Sie sich, ob in Ihrer Feuerversicherung (Eigenheim -, Haushaltsversicherung, etc.) grobe Fahrlässigkeit mitversichert ist.
   
Gerne überprüfen wir das für Sie, für ein unverbindliches Beratungsgespräch vereinbaren Sie bitte einen Termin mit uns.

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